Wettbewerb Forum St. Peter Oldenburg

„Von Außen kommen – von Innen gehen“

In dem Bedürfnis nach Hilfe und der Suche nach Antworten auf Lebensfragen werden von Menschen aus der Anonymität unserer Gesellschaft intime Orte gesucht – gleich einer kleinen Stadt in der Stadt –, um andere Menschen zu treffen, sich auszutauschen und im Anschluss mit einer inneren Stärke und Reflexion auf sich und Lust auf das Leben wieder hinauszutreten. Diesem Bedürfnis liegt ein Ort nahe, der Altes in einem historischen Kontext und das Neue als Vision auf ein zukünftiges Leben direkt miteinander verbindet. Aus diesem Grundgedanken wurde eine Gebäudekonzeption für das Forum St. Peter entwickelt, die das Forum als Aktionsraum für Veranstaltungen, Lesungen, Ausstellungen, Diskussionen direkt zwischen die Kirche und den Neubau legt und damit zugleich Eingangsbereich-Foyer für den neuen Gebäudekomplex und die Kirche sein kann. Der „gläserne“ – und damit offene lichtdurchflutete und nach oben hin „freie“ Raum liegt symbolisch im Spanungsfeld zwischen einer spirituellen Auseinandersetzung mit Gott im traditionellen Kirchraum und dem neuen Dach für fünf katholische soziale Beratungsstellen. Alt- und Neubau werden auf Augenhöhe durch das Anheben des Geländes wie auf eine gemeinsame Plattform gestellt – eine begrenzte überschaubare gemeinsame Welt, in die man kurzzeitig eintaucht, um innerlich aufzutanken. Dabei bedient sich der Neubau Vorbildern sakrale Architektur wie z. B. der Kreuzgang als Sinnbild für Meditation und Stille oder den Dachgiebeln von Querschiff und Eingangsportal der Kirche. Auf diese Weise wachsen Alt- und Neubau zu einem Gebäudekomplex wie ein kleines städtebauliches Gefüge zusammen.

Das Forum einerseits als Anlaufpunkt und „Kreuzgang“ mit Raum der Stille sind wesentliche Komponenten für das Gebäudemotto „von Außen kommen – von Innen gehen“.