Erschließung/Ausbau Wasserturmkopf

Ausbau des Turmkopfes und Anbau eines freistehenden Treppenhauses

Der Wasserturm am Stau 144 wurde 1908 erbaut für die Wasserversorgung der Dampflokomotiven. Nachdem er von der Bahn nicht mehr genutzt wurde, wurde er 1983 unter Denkmalschutz gestellt. Trotzdem beschloss die Bahndirektion den Abriss. Durch die private Übernahme durch die Architektinnen Baatz/Herbolzheimer konnte eine Sanierung und Büronutzung des Turmschaftes1992 erreicht werden.
Das neue Turmdach wurde mittels eines Krans auf den Wassertank als statisches Bindeglied zwischen Dach und Turmschaft montiert. Der Turmkopf mit dem Wassertank von 500 cbm konnte damals nur notdürftig gesichert werden. Diese Sicherungsmaßnahmen sind heute nicht mehr ausreichend, es drohen Putz- und Eisenteile herunterzufallen.

Voraussetzung für den Ausbau und die Nutzung des Turmkopfes ist der Anbau eines freistehenden Treppenhauses, um die oberen Ebenen zu erschließen und den von der Feuerwehr geforderten Fluchtweg zu gewährleisten. Es handelt sich um ein offenes Treppenhaus aus einer zeitgemäßen Stahlkonstruktion mit teilweiser Verglasung, um dem neuen Bauteil eine moderne, prägende Silhouette zu geben. In der Mitte befindet sich ein Aufzug in einem Betonaufzugschacht. Die Nutzung der Gewerbeflächen in über 20 m Höhe erfordert die Erschließung über einen Aufzug. Der Stahltank selber wird mit 2 Ebenen und einer kleinen Galerie in der obersten Ebene ausgebaut, und es werden Fenster in den Stahltank geschnitten. Die Fassade wird in Anlehnung an die historische Ansicht wieder hergestellt mit einer vorgehängten Fassade, Fenstern und einem zusätzlichen Balkonumgang, um spätere Fassadenwartungen zu erleichtern. Der Stahltank als Herz des Wasserturms soll Innen in Sicht bleiben und muss dafür brandschutztechnisch aufgerüstet werden.